Aktuelles

Erfahre hier, was aktuell los ist rund um das schönste Hobby im Universum.

Der Himmel in März 2023

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Venus ist jetzt auffallender Abendstern. Sie ist –4m0 hell und bis weit nach 21Uhr zu sehen. Am 2. überholt Venus den Riesenplaneten Jupiter in nur 0,5° nördlichem Abstand. Ein spektakulärer Anblick, die beiden hellen Planeten so nah zusammen zu sehen. Wer macht uns ein schönes Foto dieser Konjunktion? Im Laufe des Monats entfernen sich die beiden wieder von einander. Während Venus aber immer besser beobachtbar wird, gibt Jupiter seine Abschiedsvorstellung am Abendhimmel und versinkt zum Monatsende in der hellen Dämmerung. Einem geübten Beobachter gelingt es am Abend des 22. vielleicht noch die sehr dünne Mondsichel neben Jupiter auf zu finden. 2 Tage später ist die dann breitere Mondsichel bei Venus. Nach Dämmerungsende ist auch Mars hoch am Südhimmel zu sehen. Er bewegt sich diesen Monat durch die Hörner des Stieres welche durch die Sterne Beta Tauri und Zeta Tauri markiert sind. Seine Helligkeit lässt weiter nach und erreicht am Monatsende nur noch +1m. Damit ist Mars immer noch so hell wie Aldebaran, dem Hauptstern des Sternbild Stiers. Mars ist bis etwa 3Uhr morgens zu sehen. Am Abend des 28. befindet sich der fast zur Hälfte beleuchtete Mond nahe dem roten Planeten. 

Der Himmel in Februar 2023

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Venus, immer noch –3m9 hell, ist jetzt leichter am Abendhimmel zu finden. Sie geht jetzt erst gegen 20 Uhr unter und nähert sich im Laufe des Monats immer mehr dem –2m1 hellen Jupiter an. Zum Monatsende sind die beiden hellsten Planeten nur etwas mehr als ein Vollmonddurchmesser von einander getrennt. Es ist spannend die Annäherung der beiden über mehrere Tage zu verfolgen und fotografisch zu dokumentieren. Am Abend des 22. befindet sich dann auch noch die zunehmende Mondsichel etwas südlich zwischen den beiden, was wohl ein fotografisches Highlight ergibt. Auch Mars ist noch gut und fast die ganze Nacht über zu sehen. Auch wenn seine Helligkeit auf 0m0 zurückgeht ist er noch ein auffälliges Gestirn im Sternbild Stier. Am Abend des 27. ist der zunehmende Halbmond etwa 5° westlich vom roten Planeten zu sehen.

Der Himmel in Januar 2023

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Zu Jahresbeginn sind die Nächte noch sehr lang und es ist schon ab 17Uhr dunkel genug zum Beobachten. Dann kann ein aufmerksamer Beobachter tief am Südwestlichen Himmel die Venus entdecken, die das Jahr als Abendstern beginnt. Sie befindet sich im Sternbild Steinbock, ist –3m9 hell und verschwindet ca. 18Uhr unter den Horizont. Am 22 überholt Venus in nur 0,4° südlichem Abstand den Saturn. Um den nur noch +0m9 hellen Ringplaneten zu finden, ist ein Fernglas hilfreich. Am 23. gibt es ein sehr schönes Fotomotiv, wenn die sehr schmale Mondsichel ca. 3,5° südlich der beiden Planeten zu sehen ist. Jupiter steht, mit –2m2 nicht ganz so hell wie Venus, dafür ein gutes Stück höher am westlichen Himmel. Er befindet sich im Sternbild Fische und ist bis ca.23Uhr zu sehen. Zur Monatsmitte überschreitet Jupiter den Himmelsäquator in nördlicher Richtung. Am 25. ist der zunehmende Mond ca. 5° unterhalb des Riesenplaneten zu sehen. Auch der Mars ist am Abendhimmel, hoch im Süden, ein klein wenig nördlich der Hyaden und östlich der Plejaden im so genannten goldenen Tor der Ekliptik im Sternbild Stier, zu finden. Mit –0m7 Helligkeit ist er ebenfalls ein sehr auffälliger rötlicher „Stern“. Er ist bis zum frühen Morgen sichtbar. Am Abend des 30. ist der zunehmende Mond in der nähe von Mars zu finden. Um den 25. herum, können geübte Beobachter versuchen Merkur aufzufinden. Der schnelle Planet ist dann gegen 7Uhr morgens tief über dem südwestlichen Horizont im Sternbild Schütze zu sehen. 

Der Himmel in Dezember 2022

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Um die Weihnachtszeit kann ein aufmerksamer Beobachter den –0m5 hellen Merkur in der fortschreitenden Abenddämmerung, knapp über dem südwestlichen Horizont auffinden. Die beste Zeit ist zwischen 17Uhr und 17Uhr30. In den letzten Tagen des Jahres taucht auch die Venus am Abendhimmel auf. Sie ist mit –3m9 bedeutend heller als Merkur. Am 29. sind die beiden inneren Planeten in nur ca. 1,5° Abstand zu einander zu sehen. Ein Fernglas ist für eine erfolgreiche Sichtung aber empfehlenswert. Etwas weiter westlich kann ebenfalls in den frühen Abendstunden Saturn beobachtet werden. Der Ringplanet hat noch eine Helligkeit von +0m9, und geht nacht 20Uhr unter. Am 26. ist die Sichel des zunehmenden Mondes fast 5°unterhalb von Saturn zu sehen. Ebenfalls am Abendhimmel ist der Jupiter, strahlend hell und hoch am südlichen Himmel zu sehen. Er erhält diesen Monat gleich zweimal Besuch von der Mondsichel, nämlich am 2. und am 29.  Gegen Mitternacht verschwindet der Riesenplanet unter dem Horizont. Das Highlight dieses Monats ist Mars, der am 8. in Opposition zur Sonne steht und somit die ganze Nacht zu sehen ist. Der rote Planet ist zu der Zeit ca.82 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Seine Helligkeit erreicht –2m0 und gegen Mitternacht erreicht er eine Höhe von 65° über dem südlichen Horizont. Zu all dem wird Mars am Oppositionstag noch vom Vollmond bedeckt. Leider zu einer ungünstigen Zeit, zwischen 6uhr05m und 7uhr morgens. Auch der ferne Planet Uranus wird vom Mond bedeckt. Das Ereignis findet am 5. zwischen 17uhr40m und 19uhr statt. Diese Zeit ist für die meisten wohl angenehmer als die bei der Marsbedeckung. Dafür ist Uranus nur +5m7 hell, so dass für eine Beobachtung mindestens ein Fernglas benötigt wird.

Der Himmel in November 2022

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Nach dem Ende der Dämmerung kann Saturn genau im Süden gefunden werden. Er ist immer noch im Sternbild Steinbock und erreicht hier eine Höhe von etwa 21° über dem Horizont. Seine Helligkeit geht leicht auf +0m8 zurück und gegen 23Uhr verschwindet er unter dem Horizont. Jupiter ist abends im Südosten zu sehen. Seine Helligkeit beträgt –2m6. Gegen 22Uhr erreicht er im Süden seine höchste Stellung und ist dann etwa 36° über dem Horizont. Er ist bis etwa 2Uhr30 zu sehen. Am 4. ist der zunehmende Mond 2,5° unter Jupiter zu sehen. Ab 19Uhr ist Mars über dem östlichen Horizont zu sehen. Er steigert seine Helligkeit nochmals stark an und ist am Monatsende –1m9 hell. Aufmerksame Beobachter können im Laufe des Monats feststellen wie Mars von links nach rechts zwischen den beiden Sternen, welche die Hörner des Stieres markieren, hindurchläuft. Der ferne Planet Uranus kommt am 9. im Sternbild Widder in Opposition und ist somit die ganze Nacht beobachtbar. Zwar erreicht er eine Helligkeit von +5m6 und sollte theoretisch mit freiem Auge zu sehen sein. In der Praxis ist aber ein Fernglas nötig um ihn zu sehen. Gegen Mitternacht erreicht er eine Höhe von 56° über dem Horizont. Uranus ist diesen Monat ca. 2,8 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Das Licht benötigt 2 Stunden und 35 Minuten um zu ihm zu gelangen.

Der Himmel in Oktober 2022

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Sobald es ausreichend dunkel ist, sind die beiden großen Planeten Saturn und Jupiter über dem südöstlichen Horizont zu sehen. Saturn befindet sich im Sternbild Steinbock und ist +0m7 hell. In seiner Nähe befindet sich ein +4m3 heller Stern. Das ist Jota Cap. Er kann als Fixpunkt genutzt werden um die Bewegung des Ringplaneten im Laufe der Zeit zu erkennen. Am 5. befindet sich der zunehmende Mond ca. 5°unterhalb von Saturn. Jupiter ist etwa 45° östlich (links) von Saturn zu sehen. Er ist mit –2m8 sehr auffällig. Der Riesenplanet befindet sich im Sternbild Fische, in der Nähe des Himmelsäquators. Am Abend des 8. ist der fast volle Mond etwa 2,5° unterhalb von Jupiter zu sehen. Nach 21Uhr ist der Mars im Sternbild Stier zu sehen. Er bewegt sich diesen Monat am +3m hellen Stern Zeta Tauri vorbei, der das linke Horn des Stieres markiert. Die Marshelligkeit steigert sich kräftig von –0m6 auf –1m2, was den roten Planeten zu einem recht auffälligen Objekt macht. Am späten Abend des 14. ist der abnehmende Mond etwa 3,5°nördlich von Mars zu finden. Frühaufsteher können zwischen dem 5. und 20. den Merkur am Morgenhimmel finden. Die beste Zeit dafür ist zwischen 6Uhr30 und 7Uhr. Der Sonnennächste Planet befindet sich im Sternbild Jungfrau und steigert seine Helligkeit  während der Sichtbarkeitsperiode von +0m3 auf –1m0. Um die Mittagszeit des 25. ereignet sich ein partielle Sonnenfinsternis, wobei hierzulande (Geseke) etwa 25% der Sonne vom Mond verdeckt werden. Etwa 11Uhr10 beginnt der Mond sich vor die Sonne zu schieben. Eine Stunde später ist die maximale Phase erreicht, und eine weitere Stunde später ist die Finsternis vorbei. 

Auch Schenken will gelernt sein :-)

Text und Zeichnung von Jürgen Behler.

Manche Nebel haben einfach keine Namen

So wie dieser Nebel um den Stern HD24012 in der Bildmitte. Oben links außerhalb des Bildes wäre der California Nebel. Dieses Bild gelang Peter Köchling über eine Gesamtbelichtungszeit von 22 Stunden in der Hubble-Palette bei 560 mm Brennweite und Blende 2.

Der Winterhimmel über der Geseker Feldflur

Diese stimmungsvollen Fotos machte Jürgen Behler mit einer Belichtungszeit von nur 10 Sekunden.

Jupiter die ganze Nacht zu sehen.

Peter Becker machte dieses erstaunliche Bild des Riesenplanetens.

Die Sonne weiterhin aktiv!

Diese Protuberanzen fotografierte Peter Köchling am 01.09.2022 mit dem Sonnen-Teleskop unserer Arbeitsgemeinschaft.

Stimmungsvolle Smartphone Eindrücke vom Kahlen Asten!

Das Astrofotos auch mit dem Smartphone möglich sind, bewies Jürgen Behler auf dem Kahlen Asten!

Aber Hal(l)o!

Jürgen Behler machte mit seinem Smartphone ein prächtiges Foto eiens Halos um unsere Sonne. Die Sonne verdeckte er hinter den Blättern eines Baumes um den "umgekehrten Regenbogen ohne Regen" besser zu fotografieren.

Pfadpfinder peilen Sonne an!

Oliver Blecher (2. von rechts) unser Arbeitsgemeinschaft ermöglichte der Pfadfindergruppe Gilwell am 20. Juni einen Blick durch unser Protuberanzenfernrohr auf die Sonne.  Sie zeigte dank des gerade stattfindenden steilen Anstiegs im Sonnenfleckenzyklus mehrere Sonnenflecken und zwei schöne Protuberanzen. Fast alle Mitglieder des Pfadfindervereins und auch einige Eltern waren an diesem Tag anwesend und konnten einen Blick auf die Sonne werfen. Gerade die Jüngeren brauchten noch etwas Anleitung, was hier eigentlich zu sehen war. Am Ende waren aber alle begeistert, ein so detailreiches Bild der Sonne im H-Alpha Licht einmal gesehen zu haben. 

Raumstation vor der Sonne!

Jürgen Behler machte am 12. April 2022 mit einem einfachen Teleskop, Sonnenfliter und einem Handy ein beeindruckendes Video.  Die Internationale Raumstation zog für weniger als eine Sekunde vor der Sonne her. Es sind sogar die Solarkollektoren der ISS zu erkennen.

Drei Galaxien auf einem Streich!

Das Frühjahr begeistert uns Hobbyastronomen durch die vielen Galaxien und Galaxienhaufen in den Sternbildern Löwe und Jungfrau, wie hier am Beispiel das Leo-Triplets. Der Bildausschnitt hat am Himmel eine Größe eines Fingernagels bei ausgestrecktem Arm.
Die Aufnahme machte Peter Köchling mit über 5 Stunden Gesamtbelichtungszeit.

Die Sonnenaktivität steigt rasant!

Diese Sonnenfleckengruppe fotografierte Peter Becker am morgen des
8. September 2021. Um die Flecken selbst ist sogar die Granulation zu sehen.

Ein Herz für Gasnebel!

Peter Köchling nutzte die klaren Nächte Anfang September, um den Nebel IC 1805 "Herznebel" mit Schmalbandfilter tief zu belichten. Mit über 16 Stunden Gesamtbelichtungszeit im [SII], H-alpha und [OIII] Licht entstand dieses Bild.

Erste Sonnenflecken - Sonne wir langsam aktiver

Die Sonne ist längst aus ihrem Aktivitätsminimum erwacht und zeigt erste große Sonnenflecken, wie dieses Foto von Peter Köchling vom 04.07.2021 beweist.

Partielle Sonnenfinsternis vom 10. Juni 2021

Jürgen Behler gelangen von Geseke aus diese Fotos der teilweisen Verfinsterung der Sonne durch den Mond.

Auch Ralph Sander machte einen Schnappschuss der Sonne aus seiner Sternwarte in Olsberg.

Zugegeben! Diese Sonnenfinsternis war nicht so spektakulär wie eine totale Sonnenfinsternis, da diesmal der Mond die Sonne nur am oberen Rand bedeckte. Aber diese Sonnenfinsternis hatte zwei entscheidende Vorzüge. Ersten konnte sie in unseren Breiten beobachtet werden. Zweitens noch zu einer angenehmen Zeit während der Mittagspause. Denn um 11:27 Uhr begann der Neumond den ersten Teil der Sonnenscheibe zu bedecken, um sie zwei Stunden später wieder freizugeben.
Aber jedes noch so kleine Ereignis lädt uns Hobbyastronomen immer wieder ein, unsere Teleskope hervorzuholen und das Ereignis mit unseren Mitteln mit Sofi-Brille zu beobachten oder sogar fotografisch mit entsprechenden Sonnenfiltern festzuhalten. Jürgen Behler ging an die Sache pragmatisch heran und setzte sich gemütlich auf seine Terrasse und beobachtete das Schauspiel durch sein Linsenteleskop. Nebenbei tauschte er sein Auge durch die Linse seines Smartphones, das er mit einer speziellen Befestigung vor dem Okular fixierte. Erstaunlich, was für detaillierte Bilder sich damit machen lassen (Seite 5).
Ich machte mir die Fotografie etwas komplizierter. Am Tag zuvor montierte ich meine „Russentonne“ (MC Rubinar) mit einer Canon Eos 60Da auf meine Montierung meiner Sternwarte. Dort stellte ich in der Nacht die Optik an einem hellen Stern scharf. Ich wusste, dass das Fokussieren an der Sonne nicht ganz nicht ganz einfach ist. Als ich am 10. Juni gegen 10:30 Uhr meine Sternwarte öffnete und die „Russentonne“ mit Sonnenfilterfolie auf die Sonne ausrichtete, schien das Bild noch scharf zu sein. So startete ich die Reihenbelichtung gegen 11 Uhr und verschwand ins Haus ins “Homeoffice”. Als ich gegen 12 Uhr wieder die Aufnahmen kontrollierte war das Bild aber deutlich unscharf. Offensichtlich hatte sich das schwarze Objektiv so sehr erwärmt, dass es sich durch seine Ausdehnung defokussiert hatte.  So durfte ich also erneut manuell scharf stellen, was meine Vorarbeit in der Nacht überflüssig machte. Insgesamt bin ich mit meinen Ergebnissen nicht ganz zufrieden. Zwar konnte ich auf den Fotos am Rand des Mondes die Unebenheiten der Krater, Berge und Täler so gerade erkennen; Strukturen auf der Sonne jedoch nicht. Da hatte Ralph Sander mit seinem Teleskop und Kamera mehr Glück. Als einer unserer aktivsten Sonnenfotografen kann man auf seiner Aufnahme (Titelbild) sogar noch die kleinsten Sonnenflecken erkennen. Die starke Luftunruhe zur Mittagszeit lassen auf seinen Bildern noch feinere Strukturen wie die Granulation der Sonnenoberfläche aber auch nur erahnen. ~ Peter Köchling