Aktuelles

Erfahre hier, was aktuell los ist rund um das schönste Hobby im Universum.

Der Himmel in März 2022

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Dieser Monat ist so gut wie Planetenlos. Am Abendhimmel befindet sich nur noch Uranus. Um ihn zu finden ist aber mindestens ein Fernglas erforderlich. Venus ist strahlender Morgenstern und kann ab ca. 5Uhr im Sternbild Steinbock gesehen werden. Am 12. überholt die Venus in 4° nördlichem Abstand den Mars. Gegen Ende des Monats wird Saturn wieder sichtbar. Am 28. kann ihn ein erfahrener Sternfreund mit einem Fernglas und viel Glück in der Morgendämmerung ca.2° unterhalb der Venus finden, die ihn an diesem Tag überholt. Auch die sehr schmale abnehmende Mondsichel ist am 28.in der Nähe der Planeten. 

Der Himmel in Februar 2022

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Am Abendhimmel ist nur noch Jupiter in der Dämmerung knapp über dem südwestlichen Horizont zu sehen. Am 2. gegen 18Uhr befindet sich die ganz schmale Mondsichel 4 Grad südlich von Jupiter. Die Beobachtung ist aber nicht ganz einfach. Ein Fernglas erleichtert das Auffinden sehr. Ab der zweiten Monatshälfte bleibt Jupiter unbeobachtbar. 

Am Morgenhimmel gegen 6Uhr kann Venus und mit viel Glück auch Mars im Sternbild Schütze aufgefunden werden. Venus ist mit –4m9 strahlend hell, während Mars mit +1m3 recht unscheinbar daherkommt. 

In diesem Jahr wird der ferne Planet Uranus 11 mal vom Mond bedeckt. Hier ist dieses Ereignis aber nur 2 mal zu sehen, später im Jahr. Uranus befindet sich zur Zeit im Sternbild Widder und ist schon mit einem Fernglas zu sehen. Am 7. ist der zunehmende Halbmond eine gute Aufsuchhilfe. Uranus ist dann nur ca. 3 Monddurchmesser über dem Mond zu finden. 

Der Himmel in Januar 2022

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Gleich zum Jahresbeginn ist eine schöne Planetenkette am Abendhimmel zu sehen, die aus Merkur, Saturn und Jupiter besteht. Schon in der Dämmerung ab 17Uhr30 sind die drei über dem südwestlichen Horizont aufzufinden. Merkur ist in den ersten zwei Wochen des Jahres mit einer Helligkeit von –0m5 gut sichtbar. Er nähert sich bis zum 12. auf wenige Grade an Saturn heran, der mit +0m8 wesentlich schwächer erscheint. Ein Fernglas hilft ihn zu finden. Nach der Monatsmitte wird man beide Planeten in der heller werdenden Dämmerung nicht mehr auffinden. Ein gutes Stück östlich befindet sich der Riesenplanet Jupiter, der mit –2m1 noch ein auffälliges Objekt ist. Er ist bis etwa 20 Uhr zu sehen.

Am 4. und 5. befindet sich die schmale Sichel des zunehmenden Mondes in der Nähe der beiden großen Planeten.

Am Abend des 6. wird der +4m helle Stern Tau Aquarius vom Mond bedeckt. Der Eintritt am dunklen Mondrand erfolgt um 17Uhr05. Da ist es noch recht hell, was die Beobachtung erschwert. Der Austritt erfolgt genau eine Stunde später an der beleuchteten Mondseite. Um die Zeit ist es dann schon recht dunkel. Für eine erfolgreiche Beobachtung ist ein Fernrohr empfehlenswert. 

Der Himmel in Dezember 2021

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Das Jahr geht zu Ende, und der Sternhimmel ähnelt nun wieder demjenigen des Jahresbeginns. Ein geübter Beobachter mit einem Fernglas kann in den letzten Tagen des Jahres gegen 18Uhr Merkur und Venus am Abendhimmel finden. Merkur wird Anfang des kommenden Jahres besser zu sehen sein, während Venus nun ihre Abschiedsvorstellung als Abendstern gibt. Den ganzen Monat kann man Venus zusammen mit Saturn und Jupiter als schöne Planetenkette über dem abendlichen Horizont im Südwesten sehen. Venus geht dabei ca. 19Uhr unter, Saturn ca. 20Uhr und Jupiter ca.21Uhr. Die Mondsichel gesellt sich zwischen dem 7. und dem 9. zu den Planeten. 

Der Himmel in November 2021

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In diesem Monat wandert die Venus durch den südlichsten Teil der Ekliptik, dem Sternbild Schütze. Das macht ihre Beobachtung nicht gerade einfach. Dafür ist Venus strahlend hell und erreicht –4m8. Allerdings geht sie bereits vor 19Uhr unter. Etwa eine halbe Stunde vorher ist sie zusammen mit Saturn und Jupiter, die sich weiter westlich im Sternbild Steinbock befinden, als Planetenkette zu sehen. Noch interessanter macht es der Mond, der zwischen dem 8. und 11. an den Planeten vorbeizieht. Der +0m7 helle Saturn geht etwa um 22Uhr unter, der –2m3 helle Jupiter eine gute Stunde später.

Der Himmel in Oktober 2021

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Früh am Abendhimmel ist die Venus bis etwa 19Uhr am südwestlichen Horizont zu sehen. Sie ist –4m5 hell, bekommt am 9. Besuch von der zunehmenden Mondsichel und wandert am 16. am hellen Stern Antares im Sternbild Skorpion vorbei. Etwas östlich, im Sternbild Steinbock, befinden sich die beiden Planeten Saturn und Jupiter. Sie können bis Mitternacht beobachtet werden. Am 14. ist der Mond zwischen den beiden zu sehen. Merkur ist im letzten Monatsdrittel am Morgenhimmel zu sehen. Am besten ist er gegen 6Uhr knapp über dem östlichen Horizont zu finden. Seine Helligkeit beträgt etwa -0m5.Am Monatsende begegnet er dem hellen Stern Spica im Sternbild Jungfrau.

Die Sonnenaktivität steigt rasant!

Diese Sonnenfleckengruppe fotografierte Peter Becker am morgen des
8. September 2021. Um die Flecken selbst ist sogar die Granulation zu sehen.

Ein Herz für Gasnebel!

Peter Köchling nutzte die klaren Nächte Anfang September, um den Nebel IC 1805 "Herznebel" mit Schmalbandfilter tief zu belichten. Mit über 16 Stunden Gesamtbelichtungszeit im [SII], H-alpha und [OIII] Licht entstand dieses Bild.

Erste Sonnenflecken - Sonne wir langsam aktiver

Die Sonne ist längst aus ihrem Aktivitätsminimum erwacht und zeigt erste große Sonnenflecken, wie dieses Foto von Peter Köchling vom 04.07.2021 beweist.

Partielle Sonnenfinsternis vom 10. Juni 2021

Jürgen Behler gelangen von Geseke aus diese Fotos der teilweisen Verfinsterung der Sonne durch den Mond.

Auch Ralph Sander machte einen Schnappschuss der Sonne aus seiner Sternwarte in Olsberg.

Zugegeben! Diese Sonnenfinsternis war nicht so spektakulär wie eine totale Sonnenfinsternis, da diesmal der Mond die Sonne nur am oberen Rand bedeckte. Aber diese Sonnenfinsternis hatte zwei entscheidende Vorzüge. Ersten konnte sie in unseren Breiten beobachtet werden. Zweitens noch zu einer angenehmen Zeit während der Mittagspause. Denn um 11:27 Uhr begann der Neumond den ersten Teil der Sonnenscheibe zu bedecken, um sie zwei Stunden später wieder freizugeben.
Aber jedes noch so kleine Ereignis lädt uns Hobbyastronomen immer wieder ein, unsere Teleskope hervorzuholen und das Ereignis mit unseren Mitteln mit Sofi-Brille zu beobachten oder sogar fotografisch mit entsprechenden Sonnenfiltern festzuhalten. Jürgen Behler ging an die Sache pragmatisch heran und setzte sich gemütlich auf seine Terrasse und beobachtete das Schauspiel durch sein Linsenteleskop. Nebenbei tauschte er sein Auge durch die Linse seines Smartphones, das er mit einer speziellen Befestigung vor dem Okular fixierte. Erstaunlich, was für detaillierte Bilder sich damit machen lassen (Seite 5).
Ich machte mir die Fotografie etwas komplizierter. Am Tag zuvor montierte ich meine „Russentonne“ (MC Rubinar) mit einer Canon Eos 60Da auf meine Montierung meiner Sternwarte. Dort stellte ich in der Nacht die Optik an einem hellen Stern scharf. Ich wusste, dass das Fokussieren an der Sonne nicht ganz nicht ganz einfach ist. Als ich am 10. Juni gegen 10:30 Uhr meine Sternwarte öffnete und die „Russentonne“ mit Sonnenfilterfolie auf die Sonne ausrichtete, schien das Bild noch scharf zu sein. So startete ich die Reihenbelichtung gegen 11 Uhr und verschwand ins Haus ins “Homeoffice”. Als ich gegen 12 Uhr wieder die Aufnahmen kontrollierte war das Bild aber deutlich unscharf. Offensichtlich hatte sich das schwarze Objektiv so sehr erwärmt, dass es sich durch seine Ausdehnung defokussiert hatte.  So durfte ich also erneut manuell scharf stellen, was meine Vorarbeit in der Nacht überflüssig machte. Insgesamt bin ich mit meinen Ergebnissen nicht ganz zufrieden. Zwar konnte ich auf den Fotos am Rand des Mondes die Unebenheiten der Krater, Berge und Täler so gerade erkennen; Strukturen auf der Sonne jedoch nicht. Da hatte Ralph Sander mit seinem Teleskop und Kamera mehr Glück. Als einer unserer aktivsten Sonnenfotografen kann man auf seiner Aufnahme (Titelbild) sogar noch die kleinsten Sonnenflecken erkennen. Die starke Luftunruhe zur Mittagszeit lassen auf seinen Bildern noch feinere Strukturen wie die Granulation der Sonnenoberfläche aber auch nur erahnen. ~ Peter Köchling