Aktuelles

Erfahre hier, was aktuell los ist rund um das schönste Hobby im Universum.

Jupiter die ganze Nacht zu sehen.

Peter Becker machte dieses erstaunliche Bild des Riesenplanetens.

Der Himmel in Dezember 2022

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Um die Weihnachtszeit kann ein aufmerksamer Beobachter den –0m5 hellen Merkur in der fortschreitenden Abenddämmerung, knapp über dem südwestlichen Horizont auffinden. Die beste Zeit ist zwischen 17Uhr und 17Uhr30. In den letzten Tagen des Jahres taucht auch die Venus am Abendhimmel auf. Sie ist mit –3m9 bedeutend heller als Merkur. Am 29. sind die beiden inneren Planeten in nur ca. 1,5° Abstand zu einander zu sehen. Ein Fernglas ist für eine erfolgreiche Sichtung aber empfehlenswert. Etwas weiter westlich kann ebenfalls in den frühen Abendstunden Saturn beobachtet werden. Der Ringplanet hat noch eine Helligkeit von +0m9, und geht nacht 20Uhr unter. Am 26. ist die Sichel des zunehmenden Mondes fast 5°unterhalb von Saturn zu sehen. Ebenfalls am Abendhimmel ist der Jupiter, strahlend hell und hoch am südlichen Himmel zu sehen. Er erhält diesen Monat gleich zweimal Besuch von der Mondsichel, nämlich am 2. und am 29.  Gegen Mitternacht verschwindet der Riesenplanet unter dem Horizont. Das Highlight dieses Monats ist Mars, der am 8. in Opposition zur Sonne steht und somit die ganze Nacht zu sehen ist. Der rote Planet ist zu der Zeit ca.82 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Seine Helligkeit erreicht –2m0 und gegen Mitternacht erreicht er eine Höhe von 65° über dem südlichen Horizont. Zu all dem wird Mars am Oppositionstag noch vom Vollmond bedeckt. Leider zu einer ungünstigen Zeit, zwischen 6uhr05m und 7uhr morgens. Auch der ferne Planet Uranus wird vom Mond bedeckt. Das Ereignis findet am 5. zwischen 17uhr40m und 19uhr statt. Diese Zeit ist für die meisten wohl angenehmer als die bei der Marsbedeckung. Dafür ist Uranus nur +5m7 hell, so dass für eine Beobachtung mindestens ein Fernglas benötigt wird.

Der Himmel in November 2022

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Nach dem Ende der Dämmerung kann Saturn genau im Süden gefunden werden. Er ist immer noch im Sternbild Steinbock und erreicht hier eine Höhe von etwa 21° über dem Horizont. Seine Helligkeit geht leicht auf +0m8 zurück und gegen 23Uhr verschwindet er unter dem Horizont. Jupiter ist abends im Südosten zu sehen. Seine Helligkeit beträgt –2m6. Gegen 22Uhr erreicht er im Süden seine höchste Stellung und ist dann etwa 36° über dem Horizont. Er ist bis etwa 2Uhr30 zu sehen. Am 4. ist der zunehmende Mond 2,5° unter Jupiter zu sehen. Ab 19Uhr ist Mars über dem östlichen Horizont zu sehen. Er steigert seine Helligkeit nochmals stark an und ist am Monatsende –1m9 hell. Aufmerksame Beobachter können im Laufe des Monats feststellen wie Mars von links nach rechts zwischen den beiden Sternen, welche die Hörner des Stieres markieren, hindurchläuft. Der ferne Planet Uranus kommt am 9. im Sternbild Widder in Opposition und ist somit die ganze Nacht beobachtbar. Zwar erreicht er eine Helligkeit von +5m6 und sollte theoretisch mit freiem Auge zu sehen sein. In der Praxis ist aber ein Fernglas nötig um ihn zu sehen. Gegen Mitternacht erreicht er eine Höhe von 56° über dem Horizont. Uranus ist diesen Monat ca. 2,8 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Das Licht benötigt 2 Stunden und 35 Minuten um zu ihm zu gelangen.

Der Himmel in Oktober 2022

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Sobald es ausreichend dunkel ist, sind die beiden großen Planeten Saturn und Jupiter über dem südöstlichen Horizont zu sehen. Saturn befindet sich im Sternbild Steinbock und ist +0m7 hell. In seiner Nähe befindet sich ein +4m3 heller Stern. Das ist Jota Cap. Er kann als Fixpunkt genutzt werden um die Bewegung des Ringplaneten im Laufe der Zeit zu erkennen. Am 5. befindet sich der zunehmende Mond ca. 5°unterhalb von Saturn. Jupiter ist etwa 45° östlich (links) von Saturn zu sehen. Er ist mit –2m8 sehr auffällig. Der Riesenplanet befindet sich im Sternbild Fische, in der Nähe des Himmelsäquators. Am Abend des 8. ist der fast volle Mond etwa 2,5° unterhalb von Jupiter zu sehen. Nach 21Uhr ist der Mars im Sternbild Stier zu sehen. Er bewegt sich diesen Monat am +3m hellen Stern Zeta Tauri vorbei, der das linke Horn des Stieres markiert. Die Marshelligkeit steigert sich kräftig von –0m6 auf –1m2, was den roten Planeten zu einem recht auffälligen Objekt macht. Am späten Abend des 14. ist der abnehmende Mond etwa 3,5°nördlich von Mars zu finden. Frühaufsteher können zwischen dem 5. und 20. den Merkur am Morgenhimmel finden. Die beste Zeit dafür ist zwischen 6Uhr30 und 7Uhr. Der Sonnennächste Planet befindet sich im Sternbild Jungfrau und steigert seine Helligkeit  während der Sichtbarkeitsperiode von +0m3 auf –1m0. Um die Mittagszeit des 25. ereignet sich ein partielle Sonnenfinsternis, wobei hierzulande (Geseke) etwa 25% der Sonne vom Mond verdeckt werden. Etwa 11Uhr10 beginnt der Mond sich vor die Sonne zu schieben. Eine Stunde später ist die maximale Phase erreicht, und eine weitere Stunde später ist die Finsternis vorbei. 

Die Sonne weiterhin aktiv!

Diese Protuberanzen fotografierte Peter Köchling am 01.09.2022 mit dem Sonnen-Teleskop unserer Arbeitsgemeinschaft.

Stimmungsvolle Smartphone Eindrücke vom Kahlen Asten!

Das Astrofotos auch mit dem Smartphone möglich sind, bewies Jürgen Behler auf dem Kahlen Asten!

Aber Hal(l)o!

Jürgen Behler machte mit seinem Smartphone ein prächtiges Foto eiens Halos um unsere Sonne. Die Sonne verdeckte er hinter den Blättern eines Baumes um den "umgekehrten Regenbogen ohne Regen" besser zu fotografieren.

Pfadpfinder peilen Sonne an!

Oliver Blecher (2. von rechts) unser Arbeitsgemeinschaft ermöglichte der Pfadfindergruppe Gilwell am 20. Juni einen Blick durch unser Protuberanzenfernrohr auf die Sonne.  Sie zeigte dank des gerade stattfindenden steilen Anstiegs im Sonnenfleckenzyklus mehrere Sonnenflecken und zwei schöne Protuberanzen. Fast alle Mitglieder des Pfadfindervereins und auch einige Eltern waren an diesem Tag anwesend und konnten einen Blick auf die Sonne werfen. Gerade die Jüngeren brauchten noch etwas Anleitung, was hier eigentlich zu sehen war. Am Ende waren aber alle begeistert, ein so detailreiches Bild der Sonne im H-Alpha Licht einmal gesehen zu haben. 

Raumstation vor der Sonne!

Jürgen Behler machte am 12. April 2022 mit einem einfachen Teleskop, Sonnenfliter und einem Handy ein beeindruckendes Video.  Die Internationale Raumstation zog für weniger als eine Sekunde vor der Sonne her. Es sind sogar die Solarkollektoren der ISS zu erkennen.

Der Himmel in Juni 2022

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Jetzt ist die Zeit der kurzen Nächte, aber mit einiger Aussicht auf Erfolg kann man an späten Abenden in nördlicher Richtung Leuchtende Nachtwolken sichten. Diese über 80 Kilometer hochfliegenden Wolken sind leicht an ihrem silbrigen Glanz zu erkennen. Die Planeten können immer noch erst in der zweiten Nachthälfte beobachtet werden. Zuerst geht Saturn gegen 1Uhr auf, gefolgt von Jupiter eine Stunde später und Mars ist etwa ab 2Uhr30 zu sehen. Im Morgengrauen gegen 4Uhr erscheint die Venus über dem östlichen Horizont. Am 18. ist der abnehmende Mond bei Saturn und am 22. zwischen Mars und Jupiter zu sehen.

Der Himmel in Mai 2022

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In den ersten Mai Tagen kann Merkur noch am Abendhimmel aufgefunden werden. Am 2. ist die sehr schmale Mondsichel in etwa 2° Abstand zu Merkur zu sehen. Das ist ein etwas schwieriges aber tolles Fotomotiv. Die beste Zeit dafür ist gegen 21Uhr30. Am Morgenhimmel taucht zuerst der +0m7 helle Ringplanet Saturn auf.  Er ist ab ca. 3Uhr über dem südöstlichen Horizont im Sternbild Steinbock zu sehen. Etwa eine ¾ Stunde später geht der ebenfalls +0m7 helle Mars auf. Im Laufe des Monats nähert sich Mars dem –2m2 hellen Riesenplaneten Jupiter an, der nach 4Uhr im Sternbild Fische zu sehen ist. Am 25. gibt es eine hübsch anzusehende Begegnung der schmalen abnehmende Mondsichel, die unterhalb der beiden Planeten zu sehen ist. Am 29. überholt Mars den Jupiter in etwas mehr als einem Monddurchmesser Abstand. In der nach 4Uhr beginnenden Morgen-dämmerung taucht schließlich noch die Venus auf, so dass fünf Planeten am Morgenhimmel zu sehen sind, zählt man die Erde dazu. Frühaufsteher können am Morgen des 16. den Beginn einer Mondfinsternis sehen. Ab 4Uhr30 taucht der Mond in den Schatten der Erde. Etwa eine Stunde später beginnt die Totalität. Da es dann aber schon sehr hell ist bleibt dies bei uns unbeobachtbar.

Am frühen Abend des 9. wird der +3m5helle Stern Eta Leo vom Mond bedeckt. Gegen 20Uhr50 verschwindet der Stern hinter der unbeleuchteten Seite des Mondes. Da es dann noch hell ist wird ein Fernrohr zur Beobachtung benötigt. Eine Stunde später wird der Stern an der beleuchteten Mondseite wieder sichtbar. Für Nachtschwärmer gibt es eine weitere schöne Sternbedeckung am 13. Von 2Uhr05 bis 2Uhr48 wird der +2m8 helle Stern Gamma Virginis, der den Eigennamen Porrima hat, vom fast vollen Mond bedeckt. 

Der Himmel in April 2022

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Im letzten Monatsdrittel ist Merkur am Abendhimmel zu sehen. Geübte Beobachter können versuchen, den flinken Planeten schon ab dem 15. etwa eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang tief über dem westlichen Horizont zu finden. Mit einer Helligkeit von etwa –1m ist er sehr hell und selbst in der Dämmerung schon leicht zu sehen. 

Am Morgenhimmel sind nach 5Uhr Saturn und Mars dicht über dem südöstlichen Horizont zu sehen. Aber es ist schwierig, die beiden nur +0m8 und +1m hellen Planeten zu entdecken. Ein Fernglas tut hier gute Dienste. Am Morgen des 5. kommt es zu einer Konjunktion der beiden Planeten. Mars überholt Saturn in nur 0,19° Abstand. Am 25. ist der abnehmende Mond zwischen den beiden Planeten, die dann aber schon wieder einen deutlichen Abstand zu einander aufweisen. Auch die Venus ist als strahlender Morgenstern ab ca. 5Uhr über dem östlichen Horizont zu sehen. Und ganz am Monatsende taucht auch Jupiter wieder am Morgenhimmel auf. Am 30. gibt es eine enge Begegnung von Venus und Jupiter. Der Abstand der beiden Planeten an diesem Morgen beträgt nur etwa einen halben Mond-durchmesser. Am späten Abend des 5. bedeckt der zunehmende Mond gleich zwei Sterne nacheinander. Gegen 23Uhr10 wird der +4m2 helle Stern Kappa Tauri hinter dem Südpol des Mondes verschwinden und gegen 23Uhr30 wieder sichtbar werden. Um 23Uhr45 verschwindet dann der +4m3 helle Ny Tauri für kurze Zeit hinter dem Mondnordpol.

Drei Galaxien auf einem Streich!

Das Frühjahr begeistert uns Hobbyastronomen durch die vielen Galaxien und Galaxienhaufen in den Sternbildern Löwe und Jungfrau, wie hier am Beispiel das Leo-Triplets. Der Bildausschnitt hat am Himmel eine Größe eines Fingernagels bei ausgestrecktem Arm.
Die Aufnahme machte Peter Köchling mit über 5 Stunden Gesamtbelichtungszeit.

Die Sonnenaktivität steigt rasant!

Diese Sonnenfleckengruppe fotografierte Peter Becker am morgen des
8. September 2021. Um die Flecken selbst ist sogar die Granulation zu sehen.

Ein Herz für Gasnebel!

Peter Köchling nutzte die klaren Nächte Anfang September, um den Nebel IC 1805 "Herznebel" mit Schmalbandfilter tief zu belichten. Mit über 16 Stunden Gesamtbelichtungszeit im [SII], H-alpha und [OIII] Licht entstand dieses Bild.

Erste Sonnenflecken - Sonne wir langsam aktiver

Die Sonne ist längst aus ihrem Aktivitätsminimum erwacht und zeigt erste große Sonnenflecken, wie dieses Foto von Peter Köchling vom 04.07.2021 beweist.

Partielle Sonnenfinsternis vom 10. Juni 2021

Jürgen Behler gelangen von Geseke aus diese Fotos der teilweisen Verfinsterung der Sonne durch den Mond.

Auch Ralph Sander machte einen Schnappschuss der Sonne aus seiner Sternwarte in Olsberg.

Zugegeben! Diese Sonnenfinsternis war nicht so spektakulär wie eine totale Sonnenfinsternis, da diesmal der Mond die Sonne nur am oberen Rand bedeckte. Aber diese Sonnenfinsternis hatte zwei entscheidende Vorzüge. Ersten konnte sie in unseren Breiten beobachtet werden. Zweitens noch zu einer angenehmen Zeit während der Mittagspause. Denn um 11:27 Uhr begann der Neumond den ersten Teil der Sonnenscheibe zu bedecken, um sie zwei Stunden später wieder freizugeben.
Aber jedes noch so kleine Ereignis lädt uns Hobbyastronomen immer wieder ein, unsere Teleskope hervorzuholen und das Ereignis mit unseren Mitteln mit Sofi-Brille zu beobachten oder sogar fotografisch mit entsprechenden Sonnenfiltern festzuhalten. Jürgen Behler ging an die Sache pragmatisch heran und setzte sich gemütlich auf seine Terrasse und beobachtete das Schauspiel durch sein Linsenteleskop. Nebenbei tauschte er sein Auge durch die Linse seines Smartphones, das er mit einer speziellen Befestigung vor dem Okular fixierte. Erstaunlich, was für detaillierte Bilder sich damit machen lassen (Seite 5).
Ich machte mir die Fotografie etwas komplizierter. Am Tag zuvor montierte ich meine „Russentonne“ (MC Rubinar) mit einer Canon Eos 60Da auf meine Montierung meiner Sternwarte. Dort stellte ich in der Nacht die Optik an einem hellen Stern scharf. Ich wusste, dass das Fokussieren an der Sonne nicht ganz nicht ganz einfach ist. Als ich am 10. Juni gegen 10:30 Uhr meine Sternwarte öffnete und die „Russentonne“ mit Sonnenfilterfolie auf die Sonne ausrichtete, schien das Bild noch scharf zu sein. So startete ich die Reihenbelichtung gegen 11 Uhr und verschwand ins Haus ins “Homeoffice”. Als ich gegen 12 Uhr wieder die Aufnahmen kontrollierte war das Bild aber deutlich unscharf. Offensichtlich hatte sich das schwarze Objektiv so sehr erwärmt, dass es sich durch seine Ausdehnung defokussiert hatte.  So durfte ich also erneut manuell scharf stellen, was meine Vorarbeit in der Nacht überflüssig machte. Insgesamt bin ich mit meinen Ergebnissen nicht ganz zufrieden. Zwar konnte ich auf den Fotos am Rand des Mondes die Unebenheiten der Krater, Berge und Täler so gerade erkennen; Strukturen auf der Sonne jedoch nicht. Da hatte Ralph Sander mit seinem Teleskop und Kamera mehr Glück. Als einer unserer aktivsten Sonnenfotografen kann man auf seiner Aufnahme (Titelbild) sogar noch die kleinsten Sonnenflecken erkennen. Die starke Luftunruhe zur Mittagszeit lassen auf seinen Bildern noch feinere Strukturen wie die Granulation der Sonnenoberfläche aber auch nur erahnen. ~ Peter Köchling