Aktuelles

Erfahre hier, was aktuell los ist rund um das schönste Hobby im Universum.

Der Himmel in September 2022

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Nun wird es schon deutlich früher dunkel, und noch vor Ende der Dämmerung ist Saturn einige Grad hoch am südöstlichen Himmel zu sehen. Seine Helligkeit beträgt noch +0m5. Am 8. ist der fast volle Mond einige Grad unterhalb von Saturn zu finden. 

Kurz nach Saturn geht auch Jupiter, fast genau im Osten, auf. Er ist in diesem Monat die ganze Nacht über zu sehen, denn am 26. steht er in Opposition. Mit –2m9 Helligkeit ist er ein sehr auffälliges Objekt. Am Abend des 11. befindet sich der volle Mond etwas südlich des Riesenplaneten. Der ferne Planet Uranus befindet sich im Sternbild Widder. Er ist +5m7 hell und damit schon gut mit einem Fernglas zu sehen. Er geht ca. 21Uhr30 auf. Am späten Abend des 14. wird er vom abnehmenden Mond bedeckt. Die Bedeckung beginnt etwa 23Uhr30 an der beleuchteten Seite des Mondes. Etwa eine Stunde später kommt Uranus wieder hinter der unbeleuchteten Seite des Mondes hervor. Dies ist eine tolle Gelegenheit, Uranus mal zu beobachten.  Gegen 22Uhr30 geht Mars auf. Zu Monatsbeginn befindet er sich zwischen den Sternhaufen Hyaden und Plejaden im Sternbild Stier. Dabei passiert er am 9. den +0m9 hellen Stern Aldebaran in etwas mehr als 4° nördlichem Abstand. Mars wird mit –0m6 deutlich heller. Am Abend des 16. ist der abnehmende Halbmond in seiner nähe zu sehen.

Der Himmel in August 2022

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Am 14. steht Saturn in Opposition. Das heißt, er steht der Sonne gegenüber und ist die ganze Nacht sichtbar. Der Ringplanet erreicht um Mitternacht eine Höhe von 25° über dem südlichen Horizont und er ist +0m3 hell. Am Oppositionstag ist er 1325 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Zwei Tage vorher ist der Vollmond in seiner Nähe. Ab etwa 22Uhr ist Jupiter am Osthorizont zu sehen. Er erreicht diesen Monat die beachtliche Helligkeit von –2m9. Am 15. ist der leicht abnehmende Mond südlich von Jupiter zu sehen. Der Mars ist etwa ab Mitternacht zu sehen. Auch er legt an Helligkeit zu und erreicht –0m2. Mars bewegt sich schnell und ist im Gebiet Widder/Stier zu finden. Am 19. befindet sich der abnehmende Halbmond etwas nördlich des roten Planeten. Geübte Sternfreunde werden Venus diesen Monat noch finden können. Aber es wird in diesem Monat schwierig sie zu finden, denn sie geht ca. 4Uhr auf und da wird es schon hell. 
Am Abend des 6. wird der +2m helle Stern Delta Scorpi der den Eigennamen Dschubba hat, vom Mond bedeckt. Aber es ist schwierig dies zu beobachten, denn bei beginn um 22Uhr50 steht der Mond nur noch 3° über dem südwestlichen Horizont. 

Der Himmel in Juli 2022

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Noch wird es erst sehr spät dunkel, so dass man lange auf die Sterne warten muss. Aber auch die hellen Planeten lassen sich Zeit. Als erstes geht gegen 23Uhr Saturn auf. Zurzeit hat er eine Helligkeit von +0m5 und befindet sich im Sternbild Steinbock.

Im Laufe des Monats bewegt er sich in nur etwas mehr als 1° nördlichem Abstand am +2m9 hellen Stern Delta Aqr vorbei, dessen Eigenname Deneb Algedi lautet. Aufmerksame Beobachter können die Positionsänderung von Saturn von Nacht zu Nacht leicht verfolgen. Am 15. befindet sich der noch fast volle Mond etwa 4° südlich des Ringplaneten. Der Riesenplanet Jupiter geht gegen Mitternacht auf. Er befindet sich zurzeit nicht in einem Tierkreissternbild, sondern im nördlichen Bereich des Sternbilds Walfisch. Jupiters Helligkeit liegt bei  –2m6 und am 19. ist ca. 2° südlich von ihm der abnehmende Mond zu sehen. Gegen 1Uhr erscheint der rote Planet Mars über dem östlichen Horizont. Er durchläuft das Grenzgebiet Fische/Widder.  Die Marshelligkeit erreicht +0m2 und am 22. ist der abnehmende Halbmond ca. 4° nördlich unseres äußeren Nachbarn zu sehen. Nach 3Uhr überschreitet Venus den nordöstlichen Horizont. Aber es wird schwierig sie zu beobachten den die Morgendämmerung beginnt. Ihre Helligkeit beträgt –3m9 und sie befindet sich im Gebiet Stier/Zwillinge. Am 26. ist die Mondsichel 4° nördlich der Venus zu finden. Am Abend des 10. wird der +4m6 helle Stern Omikron Scorpi im Sternbild Skorpion vom fast vollen Mond bedeckt. Um 21Uhr54 verschwindet der Stern hinter dem Mond und um 22Uhr40 ist er dann wieder zu sehen.

Stimmungsvolle Smartphone Eindrücke vom Kahlen Asten!

Das Astrofotos auch mit dem Smartphone möglich sind, bewies Jürgen Behler auf dem Kahlen Asten!

Aber Hal(l)o!

Jürgen Behler machte mit seinem Smartphone ein prächtiges Foto eiens Halos um unsere Sonne. Die Sonne verdeckte er hinter den Blättern eines Baumes um den "umgekehrten Regenbogen ohne Regen" besser zu fotografieren.

Pfadpfinder peilen Sonne an!

Oliver Blecher (2. von rechts) unser Arbeitsgemeinschaft ermöglichte der Pfadfindergruppe Gilwell am 20. Juni einen Blick durch unser Protuberanzenfernrohr auf die Sonne.  Sie zeigte dank des gerade stattfindenden steilen Anstiegs im Sonnenfleckenzyklus mehrere Sonnenflecken und zwei schöne Protuberanzen. Fast alle Mitglieder des Pfadfindervereins und auch einige Eltern waren an diesem Tag anwesend und konnten einen Blick auf die Sonne werfen. Gerade die Jüngeren brauchten noch etwas Anleitung, was hier eigentlich zu sehen war. Am Ende waren aber alle begeistert, ein so detailreiches Bild der Sonne im H-Alpha Licht einmal gesehen zu haben. 

Raumstation vor der Sonne!

Jürgen Behler machte am 12. April 2022 mit einem einfachen Teleskop, Sonnenfliter und einem Handy ein beeindruckendes Video.  Die Internationale Raumstation zog für weniger als eine Sekunde vor der Sonne her. Es sind sogar die Solarkollektoren der ISS zu erkennen.

Der Himmel in Juni 2022

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Jetzt ist die Zeit der kurzen Nächte, aber mit einiger Aussicht auf Erfolg kann man an späten Abenden in nördlicher Richtung Leuchtende Nachtwolken sichten. Diese über 80 Kilometer hochfliegenden Wolken sind leicht an ihrem silbrigen Glanz zu erkennen. Die Planeten können immer noch erst in der zweiten Nachthälfte beobachtet werden. Zuerst geht Saturn gegen 1Uhr auf, gefolgt von Jupiter eine Stunde später und Mars ist etwa ab 2Uhr30 zu sehen. Im Morgengrauen gegen 4Uhr erscheint die Venus über dem östlichen Horizont. Am 18. ist der abnehmende Mond bei Saturn und am 22. zwischen Mars und Jupiter zu sehen.

Der Himmel in Mai 2022

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In den ersten Mai Tagen kann Merkur noch am Abendhimmel aufgefunden werden. Am 2. ist die sehr schmale Mondsichel in etwa 2° Abstand zu Merkur zu sehen. Das ist ein etwas schwieriges aber tolles Fotomotiv. Die beste Zeit dafür ist gegen 21Uhr30. Am Morgenhimmel taucht zuerst der +0m7 helle Ringplanet Saturn auf.  Er ist ab ca. 3Uhr über dem südöstlichen Horizont im Sternbild Steinbock zu sehen. Etwa eine ¾ Stunde später geht der ebenfalls +0m7 helle Mars auf. Im Laufe des Monats nähert sich Mars dem –2m2 hellen Riesenplaneten Jupiter an, der nach 4Uhr im Sternbild Fische zu sehen ist. Am 25. gibt es eine hübsch anzusehende Begegnung der schmalen abnehmende Mondsichel, die unterhalb der beiden Planeten zu sehen ist. Am 29. überholt Mars den Jupiter in etwas mehr als einem Monddurchmesser Abstand. In der nach 4Uhr beginnenden Morgen-dämmerung taucht schließlich noch die Venus auf, so dass fünf Planeten am Morgenhimmel zu sehen sind, zählt man die Erde dazu. Frühaufsteher können am Morgen des 16. den Beginn einer Mondfinsternis sehen. Ab 4Uhr30 taucht der Mond in den Schatten der Erde. Etwa eine Stunde später beginnt die Totalität. Da es dann aber schon sehr hell ist bleibt dies bei uns unbeobachtbar.

Am frühen Abend des 9. wird der +3m5helle Stern Eta Leo vom Mond bedeckt. Gegen 20Uhr50 verschwindet der Stern hinter der unbeleuchteten Seite des Mondes. Da es dann noch hell ist wird ein Fernrohr zur Beobachtung benötigt. Eine Stunde später wird der Stern an der beleuchteten Mondseite wieder sichtbar. Für Nachtschwärmer gibt es eine weitere schöne Sternbedeckung am 13. Von 2Uhr05 bis 2Uhr48 wird der +2m8 helle Stern Gamma Virginis, der den Eigennamen Porrima hat, vom fast vollen Mond bedeckt. 

Der Himmel in April 2022

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Im letzten Monatsdrittel ist Merkur am Abendhimmel zu sehen. Geübte Beobachter können versuchen, den flinken Planeten schon ab dem 15. etwa eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang tief über dem westlichen Horizont zu finden. Mit einer Helligkeit von etwa –1m ist er sehr hell und selbst in der Dämmerung schon leicht zu sehen. 

Am Morgenhimmel sind nach 5Uhr Saturn und Mars dicht über dem südöstlichen Horizont zu sehen. Aber es ist schwierig, die beiden nur +0m8 und +1m hellen Planeten zu entdecken. Ein Fernglas tut hier gute Dienste. Am Morgen des 5. kommt es zu einer Konjunktion der beiden Planeten. Mars überholt Saturn in nur 0,19° Abstand. Am 25. ist der abnehmende Mond zwischen den beiden Planeten, die dann aber schon wieder einen deutlichen Abstand zu einander aufweisen. Auch die Venus ist als strahlender Morgenstern ab ca. 5Uhr über dem östlichen Horizont zu sehen. Und ganz am Monatsende taucht auch Jupiter wieder am Morgenhimmel auf. Am 30. gibt es eine enge Begegnung von Venus und Jupiter. Der Abstand der beiden Planeten an diesem Morgen beträgt nur etwa einen halben Mond-durchmesser. Am späten Abend des 5. bedeckt der zunehmende Mond gleich zwei Sterne nacheinander. Gegen 23Uhr10 wird der +4m2 helle Stern Kappa Tauri hinter dem Südpol des Mondes verschwinden und gegen 23Uhr30 wieder sichtbar werden. Um 23Uhr45 verschwindet dann der +4m3 helle Ny Tauri für kurze Zeit hinter dem Mondnordpol.

Drei Galaxien auf einem Streich!

Das Frühjahr begeistert uns Hobbyastronomen durch die vielen Galaxien und Galaxienhaufen in den Sternbildern Löwe und Jungfrau, wie hier am Beispiel das Leo-Triplets. Der Bildausschnitt hat am Himmel eine Größe eines Fingernagels bei ausgestrecktem Arm.
Die Aufnahme machte Peter Köchling mit über 5 Stunden Gesamtbelichtungszeit.

Die Sonnenaktivität steigt rasant!

Diese Sonnenfleckengruppe fotografierte Peter Becker am morgen des
8. September 2021. Um die Flecken selbst ist sogar die Granulation zu sehen.

Ein Herz für Gasnebel!

Peter Köchling nutzte die klaren Nächte Anfang September, um den Nebel IC 1805 "Herznebel" mit Schmalbandfilter tief zu belichten. Mit über 16 Stunden Gesamtbelichtungszeit im [SII], H-alpha und [OIII] Licht entstand dieses Bild.

Erste Sonnenflecken - Sonne wir langsam aktiver

Die Sonne ist längst aus ihrem Aktivitätsminimum erwacht und zeigt erste große Sonnenflecken, wie dieses Foto von Peter Köchling vom 04.07.2021 beweist.

Partielle Sonnenfinsternis vom 10. Juni 2021

Jürgen Behler gelangen von Geseke aus diese Fotos der teilweisen Verfinsterung der Sonne durch den Mond.

Auch Ralph Sander machte einen Schnappschuss der Sonne aus seiner Sternwarte in Olsberg.

Zugegeben! Diese Sonnenfinsternis war nicht so spektakulär wie eine totale Sonnenfinsternis, da diesmal der Mond die Sonne nur am oberen Rand bedeckte. Aber diese Sonnenfinsternis hatte zwei entscheidende Vorzüge. Ersten konnte sie in unseren Breiten beobachtet werden. Zweitens noch zu einer angenehmen Zeit während der Mittagspause. Denn um 11:27 Uhr begann der Neumond den ersten Teil der Sonnenscheibe zu bedecken, um sie zwei Stunden später wieder freizugeben.
Aber jedes noch so kleine Ereignis lädt uns Hobbyastronomen immer wieder ein, unsere Teleskope hervorzuholen und das Ereignis mit unseren Mitteln mit Sofi-Brille zu beobachten oder sogar fotografisch mit entsprechenden Sonnenfiltern festzuhalten. Jürgen Behler ging an die Sache pragmatisch heran und setzte sich gemütlich auf seine Terrasse und beobachtete das Schauspiel durch sein Linsenteleskop. Nebenbei tauschte er sein Auge durch die Linse seines Smartphones, das er mit einer speziellen Befestigung vor dem Okular fixierte. Erstaunlich, was für detaillierte Bilder sich damit machen lassen (Seite 5).
Ich machte mir die Fotografie etwas komplizierter. Am Tag zuvor montierte ich meine „Russentonne“ (MC Rubinar) mit einer Canon Eos 60Da auf meine Montierung meiner Sternwarte. Dort stellte ich in der Nacht die Optik an einem hellen Stern scharf. Ich wusste, dass das Fokussieren an der Sonne nicht ganz nicht ganz einfach ist. Als ich am 10. Juni gegen 10:30 Uhr meine Sternwarte öffnete und die „Russentonne“ mit Sonnenfilterfolie auf die Sonne ausrichtete, schien das Bild noch scharf zu sein. So startete ich die Reihenbelichtung gegen 11 Uhr und verschwand ins Haus ins “Homeoffice”. Als ich gegen 12 Uhr wieder die Aufnahmen kontrollierte war das Bild aber deutlich unscharf. Offensichtlich hatte sich das schwarze Objektiv so sehr erwärmt, dass es sich durch seine Ausdehnung defokussiert hatte.  So durfte ich also erneut manuell scharf stellen, was meine Vorarbeit in der Nacht überflüssig machte. Insgesamt bin ich mit meinen Ergebnissen nicht ganz zufrieden. Zwar konnte ich auf den Fotos am Rand des Mondes die Unebenheiten der Krater, Berge und Täler so gerade erkennen; Strukturen auf der Sonne jedoch nicht. Da hatte Ralph Sander mit seinem Teleskop und Kamera mehr Glück. Als einer unserer aktivsten Sonnenfotografen kann man auf seiner Aufnahme (Titelbild) sogar noch die kleinsten Sonnenflecken erkennen. Die starke Luftunruhe zur Mittagszeit lassen auf seinen Bildern noch feinere Strukturen wie die Granulation der Sonnenoberfläche aber auch nur erahnen. ~ Peter Köchling